Wunderkammer der Zeit, Space and Trace, Künstlerhaus BBK, Karlsruhe

Die Installation versammelt unterschiedliche Materialzustände, die sich um ein gemeinsames Thema entfalten:
Zeit als körperlich erfahrbare, materielle und gebrochene Erscheinung.
Statt linearer Abfolge entsteht ein Gefüge aus Überlagerung, Einschluss und Spur.

Ein fragmentiertes, insektenartiges Gebilde aus Keramik und Filz erscheint wie ein fossilisiertes Relikt.
Seine segmentierte Struktur evoziert Vorstellungen von Wachstum, Gliederung und nachträglicher Konservierung. Es ist als eigenständiges Objekt präsent und zugleich als Übergangszustand zwischen organischem Ursprung und materiellem Überrest lesbar. Die großformatigen, flügelartigen Formen aus Holz und Silikon sowie keramische Fragmente greifen Motive von Bewegung und Transformation auf.
Gleichzeitig verweisen sie auf Verlust, Abtrennung und Unvollständigkeit.
Wie auch bei dem alten Foto eines kleinen Vogels im Schnee oder Artefakte von Hortensie und Knochen.

Die einzelnen Elemente treten in wechselnde Konstellationen und erzeugen Verbindungen zwischen Wachstum und Zerfall, Messbarkeit und Entzug, Körperlichkeit und Fragment.

Wunderkammer der Zeit aus Silikon, Holz, Keramik, Filz, 
Hortensie, Haar, Knochen, Fotografie, Radierung